Agile Transformation & Organisationsentwicklung 4.0

Agile Transformation & Organisationsentwicklung 4.0

„Organisationale Transformation ist in jedem Unternehmen machbar. Sie dauert nicht etwa Jahre, sondern stets nur 18 Monate – egal wo sie stattfindet! Das gilt für alle Organisationen, gleich welcher Branche, Art und Größe.“

Mit Aussagen wie dieser widerspricht Niels Pfläging der populären Auffassung, die Transformation hin zur „agilen Organisation“ sei schwierig, langwierig und gefahrenreich. „Die agile Netzwerkorganisation ist kein Kunststück“, sagt Pfläging. Und plädiert für eine völlig neuartige Herangehensweise an Organisationsentwicklung.

Der in Businesskreisen weit verbreiteten Überzeugung, Transformation sei „nur Wenigen vorbehalten“ erteilt Niels Pflaeging eine vehemente Absage. Und setzt ihr entgegen: „Transformation hin zu konsistenter Selbstorganisation ist selbstverständlich überall möglich. Ebenso wie Demokratie prinzipiell mit allen Menschen funktioniert. Eine solche Transformation kann nicht viel länger als 18 Monate dauern, wenn sie gelingen soll – ansonsten ist sie nämlich keine! Damit stellt sich jedoch die Frage nach den richtigen Veränderungs-Werkzeugen: Wie ist es möglich, 300, 3.000, ja sogar 300.000 Menschen in schnelle, tiefgreifende Transformation einzubeziehen? Die Antwort lautet: Mit Trainings und Beratern alleine kann das nicht klappen.“

Gemeinsam mit Silke Hermann legt Niels jetzt nach: Mit dem neuartigen Change-Ansatz OpenSpace Beta sei die Transformation von der Steuerung zur Selbstorganisation, vom Management zur Führung, von der Pyramide zum Pfirsich innerhalb nur weniger Monate möglich. Der Clou: „OpenSpace Beta bedeutet, die Veränderungsarbeit beginnt und endet in OpenSpace – also einer Grossgruppenkonferenz, zu der prinzipiell alle eingeladen sind, zu der aber keiner kommen muss. Denn OpenSpace Beta setzt nicht auf Zwang oder Anordnung, sondern auf Einladung und Freiwilligkeit. Erst das führt zu dem Niveau von Engagement, das es braucht, um eine Organisation hin zu dem Organisationsmodell, das wir Beta nennen, zu transformieren.“

Seit 15 Jahren forscht Niels nach Veränderungswerkzeugen, die den Prinzipien von Selbstorganisation gerecht werden. „Damals, 2003, stieß ich als Direktor zum Beyond Budgeting Round Table dazu. Schon damals fragten wir uns: Wie kann man Selbstorganisation mit Mitteln der Selbstorganisation voranbringen? Wir stießen auf die Konzepte von John Kotter und von William Bridges – großartigen Ideen, die wir sofort in unserer Beratungsarbeit anwendeten. Wir haben diese Konzepte stetig weiterentwickelt, konnten aber mit der Zeit nicht mehr ignorieren, dass die Vorstellung Selbstorganisation mit Hilfe externer Berater hervorzubringen, sich offensichtlich widersprechen. Anfang 2018 dann stießen wir auf die Arbeit des US-Amerikaners Daniel Mezick. Er hat mit OpenSpace Agility einen Ansatz zur Entwicklung agiler Teams entwickelt, der auf Beratung fast gänzlich verzichtet. Als wir Daniel kennen lernten, war uns sehr schnell klar, wie sich dieses Grundkonzept von zwei OpenSpace-Events, die den Rahmen für 90 oder 100 Tage gemeinsame Veränderungsarbeit bilden, auf die Transformation ganzer Organisationen übertragen ließe.“

Niels weiter: „Aufbauend auf diese Grundidee haben Silke und ich innerhalb weniger Monate OpenSpace Beta entwickelt: Einen Ansatz, der neu ist und gleichzeitig erprobt. Dessen Funktionsweise simpel wirkt – aber doch bahnbrechend ist. Denn für OpenSpace Beta macht es keinen Unterschied, ob es um 60 oder 6.000 Personen geht: Die Transformation dauert in beiden Fällen gleich lang: Nämlich 90 Tage!“ An OpenSpace Beta fällt auf: Es bricht mit allen Dogmen des Change Management. Es gibt hier keine Planungsphase, kein implementieren, umsetzen, ausrollen, herunterbrechen, ins Boot holen, durchsetzen. „Diese Sprachbilder und Metaphern stammen letztlich aus Kontexten, in denen Zwang und Gewaltanwendung eine Rolle spielen – aus dem militärischen Kontext, beispielsweise. OpenSpace Beta funktioniert ganz anders als Militär und Kriegsführung: Ernsthafte Einladung steht hier im Vordergrund – diese kann abgelehnt oder angenommen werden. Das ist entscheidend: Denn erst aus der freiwilligen Annahme der Einladung entsteht Engagement. Traditionelle Change-Methoden ignorieren diesen Zusammenhang. Sie erzeugen damit systematisch Widerstand, den die so genannten Change Agents dann beklagen. Ein Teufelskreis, in den leider fast alle bekannten Change-Methoden einzahlen.“

Das Handbuch zu OpenSpace Beta erscheint Mitte September -zunächst nur in englischer Sprache (ca. 144 Seiten, durchgehend farbig, EUR 11,99). Sicher bietet der Ansatz auch Gesprächsstoff bei unserem Workshop mit Niels Pfläging in Frankfurt im Oktober. Niels hat jedenfalls versprochen, druckfrische OpenSpace Beta-Handbücher mitzubringen und auf Wunsch zu signieren!

Videotipps:

youtube.com/watch?v=pmIxm9hAGi8
und
youtube.com/watch?v=ahHsdlhTa5A

Mehr über OpenSpace Beta findest du auf

OpenSpaceBeta.com.

Veranstaltung: